Die Galerie Löhrl Gil Shachar
DE | EN | ESP Galerie| Ausstellungen/Messen| Künstler| Angebote| IMPULSE| Kontakt| Impressum

Gil Shachar



• Künstler - Übersicht
Werke

ohne Titel Ohne Titel (Schattenbild) ohne Titel Ohne Titel (Schattenbild) Künstler und Modell o.T. (Schattenbild) Künstler und Model (Schattenbild) ohne Titel

Shachars Skulpturen aus Epoxydharz stellen menschliche Figuren oder schlichte Alltagsgegenstände dar. Die menschlichen Abbilder sind stets Fragmente des Körpers, Portraitbüsten, eine Rückenpartie, einzelne Hände, die ein Tuch oder einen Apfel halten. Durch eine aufwändige Abgusstechnik und sorgfältige Bemalung der Oberfläche schafft Shachar ein mimetisches Abbild der Wirklichkeit.

Der Künstler erzeugt eine Illusion durch seine fast irritierend realitätsgetreue Darstellungsweise. Seine Abbilder erscheinen so echt, so präsent, dass man sie berühren möchte. Sie schenken uns für einen Augenblick den Schein einer Realität, die sich beim zweiten Blick als Trugbild entpuppt. Trotz der Wirklichkeitstreue wirken die Portraits gegenüber dem Rezipienten verschlossen, distanziert. Die stets geschlossenen Augen der Figuren, bedingt durch die Abgusstechnik am menschlichen Modell, werden zu einem wichtigen Ausdruckspotential. Der Betrachter kann seinem Gegenüber nicht in die Augen blicken, wodurch die Auskunft über das Wesen der Figur entzogen wird. Es geht eine sonderbare Stimmung von den Büsten aus, die Stille, Innerlichkeit bis hin zu Verweigerung und Verschlossenheit umfasst.

In Shachars Arbeiten finden sich verschiedene kunsthistorische Referenzen. Die täuschend echte Darstellung und das Spiel mit der optischen Wahrnehmung ist mit den Trompe l’Oeil-Effekt der Barockmalerei vergleichbar. Scheinbar verfaulte Äpfel erinnern an altmeisterliche Stillleben, eine Büste, die aus vielen vermeintlichen Früchten zusammengesetzt ist, an die Gemälde von Arcimboldo. In der Werkgruppe der Tücher, ebenfalls aus Kunstharz gegossen, bringt der Künstler Elemente der Op-Art ein, deren Muster – genau wie die Tücher als Bildträger selbst – mit der optischen Täuschung spielen.



Biographie

1965
in Tel Aviv geboren
1988 - 1992
Studium am Artists Teachers College, Ramat Hasharon, Israel
1994
Ingeborg Bachmann Preis, gestiftet von Anselm Kiefer, Jerusalem
Ruf an die Bezalel Kunstakademie, Jerusalem
Ruf an das Beit-Berl College, Kfar Saba, Israel
1994 -1996
Lehrtätigkeit an der Bezalel Kunstakademie, Jerusalem
Lehrtätigkeit am Beit-Berl College, Kfar Saba, für Malerei und Skulptur
1996
Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium der Stadt Duisburg
1998
Atelierstipendium der Stadt Mönchengladbach
Barkenhoff Stipendium, Worpswede
1999
Schleswig Holsteinisches Künstlerhaus, Eckernförde
2000 - 2001
Lehrauftrag an der Universität Essen, FB 4
2001
Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
2003
Leube Stipendium, Gartenau, Östereich
Seminar an der Kunstakademie Bergen, Norwegen
2005
Pollock-Krasner-Foundation Grant

Seit 1996 lebt und arbeitet er in Deutschland.

Einzelausstellungen

1992
Künstlerhaus, Jerusalem
1993
(auch 1994) Julie M. Galerie, Tel Aviv
1995
Galerie der Abteilung für Bildende Kunst der Universität Haifa
1996
Oranim Kunstinstitut, Israel
The Artist`s Studio Gallery, Tel Aviv
1998
Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg (mit A. Lauer und A. Wesseling)
Galerie Löhrl, Mönchengladbach
1999
Forum für Zeitgenössische Kunst, Worpswede
Artfocus, Jerusalem
2001
John Doe, Düsseldorf
2002
Handmade, Herzliya Museum of Art, Israel
2003
Galerie Löhrl, Mönchengladbach
2004
Galerie Eboran, Salzburg
2005
Museum Goch
2005
Galerie Löhrl, Mönchengladbach
2005/06
Julie M. Gallery, Tel Aviv
2008
"Kopf oder Zahl" Galerie Löhrl, Mönchengladbach
"Verwachsene Geschichten", Museum Schwäbisch Gmünd Galerie im Prediger
2009
Tel Aviv Museum of Art
2011
"Das geheime Leben der Skulpturen", Museum Ratingen
"Natur und Abbild", Altana Kulturstiftung Bad Homburg
2011/2012
Das geheime Leben der Skulpturen - Skulpturen, Zeichnungen, Stadtmuseum Siegburg
2012
Gil Shachar & The Shadows, Galerie Löhrl, Mönchengladbach

Gruppenausstellungen

1992
Skulptur der Gegenwart, Tel Aviv Kunstmuseum
1993
Israels Beitrag zum Aperto der Biennale (Venedig), Artifact Galerie, Tel Aviv
In the House, in the Courtyard, Israel Museum, Jerusalem
1994
Seperate Worlds, Tel Aviv Kunstmuseum
1995
Fragments, Janco-Dada Museum, Ein-Hod
1996
Desert Cliché, Israel Now-Local Images, Arad Museum, Arad , Bass Museum,Miami
1998
Bamot, Israel 1948-1998, Jüdisches Museum, Wien
1999
HEAVEN, Kunsthalle Düsseldorf und Tate Gallery Liverpool
2000
Bodies, Faces, Icons, Asian Fine Arts, Berlin
Transferatu, Bukarest
2001
Kinderblicke - Kindheit und Moderne von Klee bis Boltanski, Städtische Galerie , Bietigheim - Bissingen
8. Triennale der Kleinplastik, Fellbach
2002
Wächserne Identitäten, Kolbe Museum, Berlin
The Land of Shadow, Tel Aviv Kunstmuseum
2003
Ninos, CASA - Centro de Arte de Salamanca
2004
Love is in the Air, Time for Art, Tel Aviv
The Pupet Show, Time for Art, Tel Aviv
2005/06
Die obere Hälfte. Die Büste von Rodin bis Wang Du, Kunsthalle Emden, Museum Heilbronn, Museum Liner Appenzell
ORTung 05, Galerie 50 20, Salzburg
2006
SURreal - Aspekte des Figuralen aus der Sammlung Museum der Moderne Salzburg, Salzburg
Jamboree, Museum Goch
2006/07
Haifa Museum of Art, Fatamorgana: Illusion and Deception in Contemporary Art
"Was ist Plastik" 100 Jahre - 100 Köpfe - Das Jahrhundert moderner Skulptur
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Center of International Sculpture, Duisburg
2008
„Territorial Bodies - contemporary sculpture from Israel“, Museum Beelden aan Zee, Scheveningen (NL)
2009
“An die Natur”, Altana Kunstsammlung, Bad Homburg
2010/11
Körper Codes. Menschenbilder aus der Sammlung, Museum der Moderne Salzburg
© pool of instincts